Im Normalfall schreibe ich meine Texte so, wie sie mir einfallen oder meine Quellen sie zulassen. In diesem Fall möchte ich auf ein Projekt aufmerksam machen, dass so informativ ist, dass ich einzelne Auszüge direkt von der Seite übernommen habe. Um dennoch einige eigene Worte zu finden, möchte ich erklären, was man auf Podknast.de finden kann. Auf dieser Seite bekommen Häftlinge aus der JAA Düsseldorf, JVA Siegburg, JVA Iserlohn und JVA Herford die Möglichkeit, aus ihrem Alltag zu berichten und sich auf diese Weise  sowohl mitzuteilen, als auch die “Außenwelt” zu informieren. Des Weiteren erlernen die entsprechenden Insassen weitere Kompetenzen in diesem Medien- und Technik-Bereich und werden dazu angeregt, sich mit ihrer(/n) Straftat(en) auseinander zu setzen. Für den Nutzer gibt es Audio Podcasts und seit jüngerer Zeit auch Video Podcasts, die nachträglich natürlich auch noch abrufbar sind.

Im Rahmen des Projektes Justiz-Online des Justizministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen wurde, in Kooperation mit der der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), das seinerzeit von der Jugendarrestanstalt Düsseldorf initiierte Audio-Projekt nun als Video-Projekt weiterentwickelt. Am Projekt beteiligt sind die Justizvollzugsanstalten Herford, Iserlohn und Siegburg, technisch unterstützt von der Fachhochschule Aachen und dem Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen. Gefördert durch die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen.
Grundsätzlich ist das Projekt als Modellprojekt konzipiert und somit in der Art seiner Ausgestaltung und Umsetzung bewusst offen angelegt. Zielsetzung ist die Produktion von Video-Podcasts mit den inhaftierten Jugendlichen. Dabei wird eine größtmögliche Einbindung der Jugendlichen in den Produktionsprozess angestrebt.
Die Inhalte und Themen der Video-Podcasts werden gemeinsam mit den Inhaftierten erarbeitet. Diese übernehmen speziell zugeteilte Aufgaben rund um den Produktionsprozess und erlernen den technischen Umgang mit den verschiedenen Videoproduktionsgeräten (Aufnahme, Schnitt, Kamera, Licht und Ton). Voraussetzung für die Aufnahme in der Gruppe ist die regelmäßige Teilnahme, sowie das Interesse sich in allen Bereichen der Videoproduktion einzuarbeiten. Vor allem soll den jugendlichen Inhaftierten langfristig ein Zugang zu den neuen technischen Medien ermöglicht werden. Es gilt, das Interesse für neue Medien zu wecken und die Medienkompetenz zu steigern. Durch die handlungsorientierten Filmarbeiten wird zudem das Sozialverhalten der Inhaftierten verbessert.

