Auch wenn es nicht zu meinen sonstigen und bisherigen Themen passt, wollte ich doch gerne mal etwas darüber sagen, da es wirklich mal etwas Besonderes ist:
Ein 2. Semester-Einstiegsprojekt meines Fachbereichs - ASL (Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung) der Universität Kassel ließ heute einen Wohnwagen aus 25m auf den Boden des neuen Universitäts-Geländes Gottschalkstraße fallen. Aufgabe des Studios war es, “ihren” Wohnwagen umzugestalten. Eine der Gruppen kam auf die Idee, ihren Wohnwagen mit einem Kran anheben zu lassen und ihn durch den dann folgenden Sturz zu deformieren. (…somit findet logischerweise auch eine Umgestaltung statt…)
Der folgende Text stammt aus dem Vorlesungsverzeichnis für das genannte Projekt:
Wir haben in unserer Kultur sowohl das Bedürfnis nach einer Privatsphäre die sich architektonisch als abschließbares und zumeist unbewegliches Gehäuse abbildet, aber auch einen Drang neue Orte zu besuchen.
In einer Kombination dieser Bedürfnisse finden wir die Typologie des Wohnwagens, einem Gehäuse das Aspekte des egoistischen, permanenten Ortes besitzt ohne jedoch an ihn gebunden zu sein. Der Wohnwagen ist ein übergroßer Koffer, letztlich ein Behältnis für das Zuhause, das sich durch eigentümliche Ausgestaltungen der Bewohner manifestiert und sich sogar über seine Grenzen hinweg, durch paradoxe „Vorgärten” mit Jägerzaun, ausdehnt.
Diesen Sommer werden wir im Einführungsprojekt das Verhältnis zwischen temporärem Ort und permanenter Funktion untersuchen. Das Thema Mobilität wird dabei ebenso relevant sein wie Minimalbehausungen und das bauen auf engstem Raum mit seinen ineinander verschränkten Funktionen.
Aufgabe unserer Studenten wird es sein einen konkreten Wohnwagen zu untersuchen und anschließend als Ausgangspunkt für eine neue Nutzung zu verwenden. Während des Projekts werden sich die Wohnwagen verändern um letztlich in neue Formen überzugehen und an neue Orte gebracht zu werden.
Handwerkliches Engagement sowie phantastische Ideen [diese Aussage haben die Studenten wohl sehr ernst genommen] werden als selbstverständlich vorausgesetzt.
Viele der anwesenden Personen (zumeist Studenten) fotografierten (so wie ich auch; s.u.) und filmten (unter anderem war auch der Hessische Rundfunk vor Ort) diese nicht ganz so alltägliche Situation. Auf diese Weise sollte der Projektgruppe genügend Dokumentationsmaterial zur Verfügung stehen, um ihre Umgestaltung für den Rundgang (Präsentationen vor Kommilitonen und der interessierten Öffentlichkeit, zum Ende des Semesters) aufzubereiten.
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(Zufallsbilder! 5 aus 34)
Edit #1 Da die ersten Suchmaschinenen-Besucher über Google eintrudeln: falls ihr auch dabei wart, vielleicht habt ihr Lust einen Kommentar zu hinterlassen…
Edit #2 Sollte von Seite der entsprechenden Studenten Interesse an den Fotos (natürlich dann in hoher Qualität) bestehen: kurzen Kommentar oder eine eMail schicken!
Edit #3 Die HNA hat nun auch einen Artikel veröfentlicht. (inkl. kurzem Video) [ps: 60 Zuschauer halte ich allerdings für stark untertrieben!]